Rollenkarten
Zwei Wochen Urlaub, und keiner weiß, wer was macht. Also gibt es jetzt Karten dafür.
Der Anlass
Zwei Wochen Gruppenurlaub, ständig wechselnde Besetzung. Ein Rollensystem gab es schon im Jahr davor. Funktioniert hat es nie.
Keiner konnte sich merken, wer gerade wofür zuständig ist. Sachen blieben einfach liegen. Und bei manchen Aufgaben waren gleich mehrere Leute verantwortlich, was bekanntlich heißt: niemand. Grundlage war eine Präsentation ohne jede Struktur.
Was daraus wurde
Sechs gedruckte Karten: Kochen, Ordnung, Verpflegung, Aktivitäten, Organisation — und Die Basis. Auf jeder eine gezeichnete Figur, eine Zeitangabe, ein Schwierigkeitsgrad und eine Liste mit ganz konkreten Aufgaben.
Dazu ein Übersichtsbogen mit echtem Datum für jeden der 17 Reisetage. Wer welche Karte hat, wird dort eingetragen. Keine Diskussion mehr, wer eigentlich dran ist.
So lief das ab
- Die alte Präsentation hochgeladen und auseinandergenommen — was war am bisherigen System eigentlich kaputt.
- Mehrere komplett verschiedene Looks durchgespielt — die ersten Tierchen sahen aus wie aus dem Schulbuch. Geblieben ist davon: nichts.
- Für jede Rolle ein Tier zeichnen lassen — manche brauchten mehrere Anläufe, und Claude hat die Beschreibung für die Bild-KI so lange nachgeschärft, bis das Tier saß.
- Bilder und Texte Runde um Runde auf der Karte angeordnet — Schriftgrößen, Symbole und Farben so oft angefasst, bis nichts mehr störte.
- Übersichtsbogen mit den echten Reisedaten ergänzt.
- Alles zu einer einzigen Datei zusammengeführt, die man direkt in den Druck geben kann — und die dann auch noch handlich klein wurde.
Der Satz, der alles gedreht hat
„kannst du mir anhand einer karte alternative designvorschläge machen da wir mittlerweile so oft die karten verändert haben? ich möchte das du dabei ein echte s bild nimmst das ich erstellt habe. dies ist ein bild für den souschef. mache anhand dieser rolle einen anderen beispielhaften vorschlag"
Bis dahin ging es nur darum, was wo auf der Karte steht — mit austauschbaren Comic-Tierchen. Ab da war es ein Kartensatz mit echten Charakteren.
Was nicht funktioniert hat
Die erste Fassung war hochkant. Bei einer größeren Überarbeitung ist sie mir komplett zerfallen — und ich habe sie bewusst nicht repariert. Der Kopf war schon im Querformat. Manchmal ist Wegwerfen die richtige Entscheidung.
Dann war die Druckdatei plötzlich 27 MB groß — zu fett, um sie irgendwem zu schicken. Claude hat sie auf ein Zehntel geschrumpft, und man sieht den Karten davon: gar nichts. Weder auf dem Bildschirm noch aus dem Drucker.
Die erste Karte mit einem echten gezeichneten Tier saß auf Anhieb. Der Moment, ab dem klar war, dass es funktioniert
In meinen Worten
Wir hatten letztes Jahr ein Rollensystem für unseren Gruppenurlaub gebastelt, das aber irgendwie nie richtig funktioniert hat — ständig war unklar, wer gerade wofür zuständig ist.
Also habe ich mit Claude einen kompletten Kartensatz gebaut: für jede Rolle ein gezeichnetes Tier, Aufgaben, Schwierigkeitsgrad, alles fertig zum Ausdrucken. Das Verrückte war, wie viele kleine Runden es gebraucht hat, bis Schriftgröße, Bilder und Anordnung wirklich gepasst haben.
Am Ende kam ein Kartensatz raus, den ich mich wirklich traue, allen beim Urlaub in die Hand zu drücken.