Claudias Homepage
Claudia brauchte eine Homepage, und ich durfte mich ausleben. Einzige Vorgabe: Man soll sehen, was sie macht.
Der Anlass
Claudia brauchte eine Homepage. Was sie macht, ganz kurz: Sie digitalisiert analoge Akten. Scannen, ins System einpflegen, wenn nötig auch vor Ort.
Ansonsten durfte ich mich ausleben. Der Chat dazu entstand nebenbei am PC im Büro. Die Idee war schnell klar: Wenn sie Akten digitalisiert, ist die Seite selbst eine Akte.
Was daraus wurde
Beiges Papier, Schreibmaschinenschrift, Stempel, Kaffeeflecken. Oben beschwert sich ein Aktenblatt: „Ich bin ein langweiliges, vergängliches, sinnloses Aktenblatt und bin sehr schwer wiederzufinden. Jaja …“
Darunter fünf Akten: Leistungen, Ablauf, Über mich, Stimmen und Kontakt. Man blättert wie im Ordner.
Was drinsteckt
Das sprechende Aktenblatt
Kein Firmenfoto, kein „Ihr kompetenter Partner“. Nach einem Satz weiß man, wer hier schreibt.
Fünf Akten
Jeder Abschnitt ist eine Akte mit Nummer. Az. 4711/98: WICHTIG!!! NICHT VERLIEREN.
Der Ablauf
Kaffee, Sichten, Scannen, Einpflegen, Übergeben. In genau der Reihenfolge.
Kontakt
„Preise auf Anfrage. Ein Anruf genügt. Der Rest ist meine Sache.“
So lief das ab
- Am PC im Büro: Claudia braucht eine Homepage, ich darf mich ausleben.
- Die Idee: Wer Akten digitalisiert, bekommt eine Seite, die selbst eine Akte ist.
- Drei Stilrichtungen zum Anklicken, eine davon war der Aktenlook.
- Am 11. September stand der Entwurf.
- Am 12. war die Seite online, der Link ging per Mail raus.
- Zum Schluss kamen die Stimmen dazu, eine davon von mir.
Das Foto, das es nicht gibt
Unter „Über mich“ steht kein Foto. Stattdessen: „Foto? Nee. Det jeht dich jar nüscht an.“ Darunter, ganz klein: „Anm. d. Red.: Wir haben es versucht.“
„Absolute Maschine! Nach drei Tagen hatten wir plötzlich einen Raum mehr im Büro.“ Meine Stimme auf Claudias Seite
Die Zutatenliste
Keine Baukasten-Vorlage, kein gekauftes Design.