Fuhrpark-App
Ein komplettes Fuhrparkmanagement für die Fuhrpark Gilde. Gebaut von einer Person, nach Feierabend, in ein paar Wochen. Vor drei Jahren wäre das ein Projekt für ein ganzes Team gewesen.
Der Anlass
Poolautos buchte man umständlich. Und die Software der Großen ist teuer und schwer zu bedienen.
Dabei sitzt vor dem Bildschirm keine IT-Fachkraft, sondern jemand aus der Pflege oder dem Rettungsdienst, der den Fuhrpark nebenbei mitmacht.
Was daraus wurde
Ich wollte einen Kalender für Poolautos. Daraus ist ein ganzes Fuhrparkmanagement geworden, das die Fuhrpark Gilde vorführen kann.
Mein Teil war das Fachwissen: was ein Fuhrpark braucht, was nervt, was niemand bedienen will. Den Code hat Claude geschrieben.
Warum hier keine Bilder sind
Bei den anderen Projekten zeige ich alles. Hier nicht. Die App ist ein echtes Produkt der Fuhrpark Gilde, und genau das, worum es auf dieser Seite geht, macht sie angreifbar.
Wenn ich das in ein paar Wochen bauen kann, kann es jemand anderes auch. Mit denselben Werkzeugen, und noch schneller, wenn er sieht, wie es aussieht und was es kann. Ein paar Bildschirmfotos und eine Liste der Funktionen wären die halbe Bauanleitung.
Deshalb gibt es hier nur das Logo und die Geschichte. Wer die App sehen will, bekommt sie von der Fuhrpark Gilde vorgeführt.
Was das früher gekostet hätte
Ich habe Claude gefragt, was ein Programmierer im Jahr 2023 ohne KI für dieselbe App gebraucht hätte. Die Antwort ist eine Schätzung, keine Abrechnung. Aber die Größenordnung stimmt.
8 bis 10 Jahre
So lange hätte ein einzelner Programmierer gebraucht. Gerechnet über die Vorhaben auf der Liste und über die Menge an Code. Beide Wege landen bei rund 2.000 Arbeitstagen.
5 bis 6 Leute, knapp 2 Jahre
Realistisch wäre ein Team gewesen: Entwickler, Tester und jemand, der das Produkt verantwortet. Anderthalb bis zwei Jahre.
1,2 bis 1,8 Millionen
Zu üblichen Sätzen für freie Programmierer, 600 bis 800 Euro am Tag. Dazu wären Fachwissen, Datenschutz, der eigene Server in Deutschland und die Unterlagen gekommen.
1 Person, 7 Wochen
Rund 148.000 Zeilen Code in der App, dazu noch einmal so viel an Prüfprogrammen, die jeden Tag nachsehen, ob alles noch geht.
Ehrlich dazugesagt: Ein Team hätte weniger gebaut und mehr gestrichen, weil jede Funktion teuer gewesen wäre. Und Wochen statt Jahre heißt nicht, dass nichts mehr zu tun ist. Was noch fehlt, zeigt erst der Alltag.
So lief das ab
- Ende August: die Idee, ein Kalender für Poolautos.
- Einen Tag später war die erste Fassung online, in Anthrazit und Orange.
- September: Aus dem Kalender wird ein ganzes Fuhrparkmanagement.
- Mitte September: ein erfundener Vorführkunde, damit man die App zeigen kann, ohne echte Daten anzufassen.
- Ende September: Jeden Morgen um 7:40 klickt ein Roboter die App einmal komplett durch.
- Oktober: über 900 Vorhaben auf der Liste. Und sie wird nicht kürzer.
Der Satz, der den Unterschied machte
„Unser Anwender ist kein digital affiner Business Mensch sondern eine pflegefachkraft Ende 40-60“
Dieser eine Satz hat mehr entschieden als jede Skizze. Jede Ansicht muss sich daran messen lassen.
Zweimal zurück auf Anfang
Anfang September wollten wir das Menü von oben in eine Seitenleiste verlegen. Erster Anlauf: beides gleichzeitig zu sehen. Zweiter Anlauf: Leiste da, aber Anklicken ging nicht mehr. Beides musste zurück. Seitdem gilt: erst ein Bild zeigen, dann online stellen.
Und dann war da eine Kennzahl, die um das Vierfache danebenlag, weil durch die falsche Zahl geteilt wurde. Schnell bauen heißt nicht, dass man weniger nachrechnen muss.
Der Durchklick-Roboter fand in seiner ersten Nacht drei echte Fehler. Obwohl alle Prüfprogramme vorher grün waren.
In meinen Worten
Ich wollte nur einen Kalender für Poolautos. Daraus ist ein Programm geworden, für das man vor drei Jahren eine Firma gegründet hätte.
Die Aufgabenliste führt mittlerweile Claude. Über 900 Vorhaben, ich hätte längst den Überblick verloren.
Die Zutatenliste
Wenn dir keiner dieser Namen etwas sagt: völlig in Ordnung. Wichtig war nur eins: Die Daten bleiben auf einem Server in Deutschland.